Mega_Cities I - II

Katrin Günther – Raumzeichnungen

Eine Kooperation des Kunstvereins Konstanz und der Kunsthalle Neuwerk

Vernissage MEGA_CITIES I           Freitag, 26. April 2019, 18.30 Uhr
Einführung: Robert Patz, Künstler, Architekt, wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität der Künste Berlin

Vernissage MEGA_CITIES II          Freitag, 26. April 2019, 20.30 Uhr, Kunsthalle Neuwerk

 

Katrin Günthers großformatige Zeichnungen beschäftigen sich mit den Spannungen zwischen Architektur und Natur. Alltägliches vermischt sich in ihnen mit Unbekanntem. Es sind von der Realität inspirierte, in der künstlerischen Umsetzung frei inszenierte Landschaften. Labyrinthische Strukturen und ungewöhnliche Perspektiven eröffnen Bildräume, die einen starken Sog entwickeln. Sie laden den Betrachter ein, sich in der Welt, die sich zumeist aus feinen Tuschelinien schwarz-weiß auf dem Papier entfaltet, zu verlieren. Und doch bleibt diese Welt rätselhaft, sind innen und außen häufig nicht klar zu bestimmen, lassen sich Katrin Günthers Bilder auch bei längerer Betrachtung nicht vollkommen erschließen. In den Ausstellungen Mega_Cities I und II wird dies deutlich.

Die Bevölkerungskonzentration in Megastädten und megaurbanen Räumen führt zu einer Reihe von Problemen. Die Ballungsgebiete der Welt - ob in Asien oder auf dem amerikanischen Kontinent - lassen die logistischen Herausforderungen spürbar werden: Nahrungsmittelverknappung und Engpässe um die Trinkwasserversorgung, Umweltbelastungen - andererseits die Flucht aus den ländlichen Gebieten. Diese Entwicklung ist weder aufzuhalten noch mit den vorhandenen Ressourcen zu befriedigen. Der real vorhandene Raum ist begrenzt.

In einem künstlerisch experimentellen Kooperationsprojekt zwischen der HTWG Konstanz mit der Universität der Künste Berlin zur empirischen Untersuchung virtueller Arbeitsumgebungen im zeichnerischen Prozess haben Katrin Günther und Robert Patz gemeinsam ein Jahr gearbeitet. Es ist ein Experiment des Erlebens der eigenen Entwürfe in den Zeichnungen im Maßstab 1:1, des Generierens von Raum, das Experiment einer generellen Erfassung von Stadt-Land-Welt an sich. Die Simulation als Möglichkeit, die Virtualität als Ressource.
Großformatige analoge Tuschezeichnungen, digitale Projektionen und die virtuelle Realität
lassen Mega_Cities immersiv erleben.

Katrin Günther

lebt und arbeitet in Berlin und Konstanz.
Seit 2013 Professur für Darstellen/Gestalten, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz
Seit 2005 freischaffende Zeichnerin/Künstlerin, Mitglied des VBKW Baden-Württemberg

2018 Forschungsprojekt mit Robert Patz am DFG-Graduiertenkolleg der UdK Berlin
2018 Förderpreis für bildende Kunst des VBKW Baden-Württemberg
2007–2013 Künstlerische Lehre an Universitäten & Hochschulen im In- und Ausland
1990–1996 Studium der Architektur an der BTU Cottbus und der Universität Mailand

Einzelausstellungen (Auswahl):

Stiftung Ludwig Kuba/CUB, Deutsch-Französisches Kulturinstitut Ramallah/PSE,

Architekturmuseum TU Berlin, GASAG Kunstraum Berlin, Kunstverein Eislingen, Wichtendahl Galerie Berlin, Till Richter Museum Schloss Buggenhagen,

Gruppenausstellungen (Auswahl):

Corridorcontemporary Tel Avis/ ISR, Centro de Dessarrollo de las Artes, Habana/CU, Kunstmuseum Singen, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, RAR Galerie, Spijkenisse/NL

 

Analoges Zeichnen versus digitale Welt              Mo, 03.06.2019, 19.00 Uhr

Podiumsdiskussion mit Impulsvorträgen in Kooperation mit dem Architekturforum KonstanzKreuzlingen

Katrin Günther, Robert Patz und Marcel Karnapke, Medienkünstler, Dozent, Mitbegründer des Künstlerkollektivs „CyberRäuber“ und der HTWG Konstanz

Öffentliche Führungen                  
So, 05. Mai, 11.30 Uhr
Do, 23. Mai, 17.00 Uhr
So, 02. Juni, 11.30 Uhr
Do, 27. Juni, 17.00 Uhr
weitere auf Anfrage

Öffnungszeiten                               
Di – Fr, 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa / So, 10.00 bis 17.00 Uhr

Fotos: Christa Schweizer und Franz Reichrath

 

Mit freundlicher Unterstützung

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