Benjamin Bergmann "stillleben"

2. öffentliche Führung

Öffentliche Führungen               

Do, 17.05.2018, 18.30 Uhr

So, 27.05.2018, 11.30 Uhr

Do, 28.06.2018, 18.30 Uhr

Sa, 14.07.2018, 12 Uhr & 14 Uhr

weitere auf Anfrage

Installationen von Benjamin Bergmann zum Konzilsjubiläum 05.05. - 31.07.2018
"festlich" auf dem Münsterturm und "Klassentreffen" am Konzilsgebäude

 

Die Kunstwissenschaftlerin Andrea Gamp wird durch die Ausstellung „stillleben“ führen und Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers und die Entstehung seiner Werke geben.

Ebenso wird sie die Arbeiten Benjamin Bergmanns im öffentlichen Raum erläutern.

Unter dem Titel „stillleben“ vereint Bergmann im Kunstverein eine Serie neuer Arbeiten, die sich mit dem Zusammenspiel und der Gleichzeitigkeit von Energie, Ekstase und kontemplativer Stille beschäftigen: Mit Momenten von Andacht und Ruhe, die gleichzeitig Feierlichkeit und Lebendigkeit zelebrieren.
So etwa in der Arbeit „Il Redentore“, bei der runde Lampions, stark deformiert und tiefschwarz, wie verkohlt, von der Decke baumeln und die Raumecke wie den Schauplatz und Überrest einer nächtlichen Party erscheinen lassen. Das Fest ist vorbei, die Gäste gegangen – zurück bleibt nur noch die Spur der Feier.

Bei Einbruch der Dämmerung wird die südliche Plattform des Münsterturms und Teile der seitlichen Turmfassade von bunten Lichterketten und Scheinwerfern in farbiges und wechselndes Licht getaucht. So suggeriert die Installation mit dem Titel „festlich“ im Auge des Betrachters die Anwesenheit von Menschen, die als eine Gemeinschaft zusammengekommen sind. Eine fröhliche Feier an einem Ort, an welchem man sie nicht erwarten würde.

„festlich“ unterstreicht zum einen die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums und ist zudem als ein weithin sichtbares und positives Zeichen über der Stadt Konstanz wahrzunehmen.

 

Die Arbeit „Klassentreffen“ reflektiert darüber, dass die Darstellung der christlichen Heilsgeschichte immer in einer menschlichen Vorstellung und Umsetzung stattfindet. In der Fotocollage begegnet sich so eine subjektive Auswahl unterschiedlicher Marien- und Christusdarstellungen aus unterschiedlichen zeitlichen und künstlerischen Epochen. Die überlebensgroße Fotografie der Heiligen – im Stile eines Gruppenfotos – wird an der Nordfassade des Konzilsgebäudes präsentiert.

 

Kurzbiografie:

Benjamin Bergmann (*1968 in Würzburg) studierte nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei. Seine Arbeiten sind seit 2002 im In- und Ausland zu sehen: 2007 „Made in Germany“ im Sprengel Museum Hannover, 2009 Biennale  Moskau, 2012 Pinakothek der Moderne, München, 2016 Emscherkunst Dortmund, 2017 Ijsselbiennale  Holland.

Er erhielt mehrere renommierte Kunstpreise und ist in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

 

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